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Laufsocke P.A.C. Running Light – Sitzt, wackelt nicht und spendet Luft

P.A.C. Running Light black

P.A.C. Running Light black

Die Füße sind das sensibelste Körperteil beim Laufen. Auf der Suche nach einem perfekten „Mittler“ zwischen Fuß und Laufschuh habe ich die Laufsocke P.A.C. Running Light getestet.

Viele Laufsocken bestehen aus einem Gemisch von zwei, vielleicht drei verschiedenen Kunstfaser-Materialien. Die Laufsocke P.A.C. Running Light bietet gleich fünf unterschiedliche Mischungen: 28% Polypropylen, 28% Polyacryl, 24% Polyamid Microlon, 18% Polyamid und 2% Elasthan – quasi reinste Kunstfaser in Sockenform. Das hat mich neugierig gemacht.

Fünf Kunstfasern für mehr Tragekomfort und Leistung

Ich habe diese kurze Laufsocke bewusst ausgewählt, weil es mir Kompressionsstrümpfe trotz mehrmaliger Versuche nicht wirklich angetan haben und ich lieber auf Urtümlichkeit setze. Ein kurzes, gut sitzendes Paar Socken, das im Knöchelbereich abschließt, ist für mich einfach ideal. Zudem ist die P.A.C. Running Light mit 9,95 Euro durchaus als Schnäppchen zu bezeichnen. Für Laufsocken oder -Strümpfe kann man leicht auch das Doppelte oder Dreifache ausgeben.

Neben dem schlichten Design haben die P.A.C. Running Light bereits beim Anziehen Pluspunkte bei mir gesammelt. Die Socken, die sowohl anatomisch auf Männer- und Frauenfüße als auch explizit auf den linken und rechten Fuß angepasst sind, schmiegen sich fast wie eine zweite Haut um den Fuß.

Schnelles Anziehen, tolle Schweißabsorption

Lästiges Justieren, das man besonders von Kompressionssocken kennt, entfällt bei diesem Modell. Im Gegenteil: Die P.A.C. Running Light Laufsocke ist sofort einsatzbereit und damit beispielsweise auch für Triathleten gut geeignet, die beim Wechseln vom Schwimmen aufs Radfahren und anschließend aus Laufen wenig Zeit zu verlieren haben.

Neben dem angenehmen Tragegefühl beim Anziehen ist auch die Funktionalität während des Trainings positiv hervorzuheben. Beim Dauerlauf wie auch beim Tempotraining zwickt und scheuert nichts bei den P.A.C. Running Light Laufsocken. Die nicht unerhebliche Menge produzieren Schweißes bei einem Intervalltraining wurde rasch aufgenommen, zugleich fühlt sich das Klima im Schuh angenehm angenehm und trocken an. Kontrolle und Kraftübertragung waren auch dank flexibler Channels zu jeder Zeit gegeben. Stark!

Schnell wieder getrocknet

Nach dem Laufen ist vor dem Laufen. Und seit dem Kunstfaser-Zeitalter muss man beileibe nicht mehr lange warten, bis das Lieblingsshirt und die Lieblingshose nach dem Waschen wieder luftgetrocknet sind. Die P.A.C. Running Light Laufsocke unterbietet meine Erfahrungswerte mit vielen Funktionsklamotten aber nochmals: Bereits drei Stunden nach dem Waschen waren die Socken beim Lufttrocknen im Keller wieder frisch und einsatzbereit.

Fazit: Die P.A.C. Running Light Laufsocke bietet zum vergleichsweise kleinen Preis ein tolles Paket für den ambitionierten Läufer. Gerade im Sommer, wenn der Schweiß nur so läuft, dürften diese Socken ihre Vorteile des schnellen Trocknens und der perfekten Passform optimal ausspielen. Aus meiner Sicht ist P.A.C. hier eine tolle, puristische Socke für Training und Wettkampf gelungen.

Der Laufschuh New Balance 759 im Produkttest

New Balance 759 - Bildquelle: Marco Heibel
Der US-amerikanische Sportartikelhersteller New Balance hat in diesem Jahr mit dem 759 nach eigenen Angaben einen neutralen Trainingsschuh für fast jeden Läufertypen auf den Markt gebracht. Für netzathleten.de habe ich den 759 getestet.

Obwohl in Deutschland immer noch jede Menge Schuhe mit Pronationsstütze verkauft werden, sind sich viele Sportmediziner, Biomechaniker und Laufexperten einig: der Großteil der laufenden Bevölkerung ist einem Neutralschuh am besten bedient. Neutralschuhe zeichnen sich gemeinhin durch eine gute Dämpfung aus. Vor allem aber haben sie keine Führungselemente, sie greifen also nicht korrigierend in den natürlichen Bewegungsablauf des Läufers ein.

New Balance 759: ein Beinahe-Neutralschuh

Als Neutralschuh deklariert ist auch der 759 von New Balance, mein Testobjekt. Allerdings trifft das nicht zu 100 Prozent zu. Denn auf der Außenseite der beiden Fersen findet sich ein Material, das vergleichbar einer Pronationsstütze wirkt. Was von den Designern vermutlich als optisches Highlight geplant war, macht somit aus dem gut gedämpften Neutralschuh einen gut gedämpften Beinahe-Neutralschuh. Die Fersensprengung ist recht hoch, weswegen er eher Fersen- als Mittelfuß- und Vorfußläufer begünstigt. Dennoch ist er aber auch für letztere tolerierbar.

Leichter Dämpfungsschuh, guter Trainingsschuh

Abgesehen von diesen beiden kleinen Kritikpunkten gibt es viel Gutes über den 759 zu berichten. Die Passform ist zumindest für meinen Fuß (weder besonders schmal, noch besonders breit) optimal. Mit weniger als 350 Gramm Gewicht (bei Schuhgröße 44) zählt er zudem zu den leichteren Schuhen aus dem Dämpfungssegment. Auch die Flexibilität im Vorfußbereich ist durchaus lobenswert.

Aufgrund seiner guten Dämpfungseigenschaften eignet sich der 759 auch für Läufer jenseits der 80 Kilogramm. Wer weniger als 65 Kilogramm wiegt, wird so viel Dämpfung dagegen vermutlich gar nicht wollen und auch gar nicht benötigen.

Obwohl ich mit dem 759 keinen Lauf über mehr als 10 Kilometer gemacht habe, würde ich ihn bedenkenlos auch bei Trainingsläufen jenseits der 20 Kilometer einsetzen. Bei Tempoeinheiten oder bei 5- oder 10-Kilometerwettkämpfen würde ich persönlich allerdings einen leichteren und weniger gedämpften Schuh bevorzugen. Aber für diesen Zweck ist der New Balance 759 ja auch gar nicht ausgelegt.

Ansprechend ist weiterhin die gute Belüftung der Füße, ebenso wie die Tatsache, dass ein paar
Regentropfen nicht gleich bedeuten, dass man „übers Wasser läuft“. Bei stärkerem Regen oder Pfützen kann allerdings auch das Obermaterial des 759 die Feuchtigkeit nicht mehr abhalten.

Fazit: Der 759 ist hier eher ein Schuh für langsame, mittellange und lange Läufe. Für Gelegenheitsläufer ist der New Balance 759 meiner Meinung nach ebenso zu empfehlen, wie als Trainingsschuh für ambitionierte Läufer jenseits der 65 Kilo. Die besitzen idealerweise sowieso mehrere Paar Schuhe mit unterschiedlichen Eigenschaften. Mit einem Preis von 120 Euro ist er zudem einer der günstigeren Schuhe seiner Kategorie.

Link zum Originalartikel auf netzathleten.de

Kompressionssocken von cep im Produkttest

Weltklasse-Hochspringerin Ariane Friedrich schwört ebenso auf Kompressionssocken wie Ironman-Europameister Timo Bracht und Marathon-Läuferin Sabrina Mockenhaupt. Ich habe habe den Produkttest gemacht. Was ist dran an den Kompressionssocken?

Kompressionstrümpfe kennt man seit Langem aus der Medizin, wo sie zur Behandlung von Gefäßkrankheiten eingesetzt werden. Diese therapeutische Variante und die neuerdings im Sport eingesetzten Kompressionssocken funktionieren nach dem gleichen Prinzip: Die Wade wird einem leichten konstanten Druck ausgesetzt, wodurch die Muskulatur gestützt und auch der Rückstrom des sauerstoffarmen venösen Blutes verbessert wird. Weiterhin können die Arterien mehr Sauerstoff in die Wadenmuskulatur transportieren.

Testobjekt: cep running O2 compression sportsocks

Vor allem bei Ausdauerwettkämpfen sieht man mittlerweile immer mehr Sportler mit Kompressionssocken. Ob das kniehohe Beinkleid optisch nun ein Volltreffer ist, liegt wohl im Auge des Betrachters. Nichtsdestotrotz wurde ich neugierig. Nach dem Motto „Wenn so viele Sportler diese Socken tragen, muss da ja wohl was dran sein“, wollte ich es genauer wissen und habe mir bei cep, dem Weltmarktführer im Bereich Kompressionssportkleidung, ein Paar besorgt.

Bemerkenswert: Im Gegensatz zu normalen Sportsocken entscheidet bei den Kompressionssocken nicht die Schuhgröße, sondern der Wadenumfang an der stärksten Stelle darüber, ob die Socken passen. Logisch, sitzen sie an der Wade zu eng oder zu weit, behindern sie einen und üben entweder zu viel oder zu wenig Druck auf die Wade aus.

Studien bestätigen positiven Effekt von Kompressionssocken

Dann war die Lieferung da. Der Text auf der Packung verspricht Einiges: eine um bis zu 40 Prozent verbesserte arterielle Durchblutung bei großer Belastung, eine verbesserte Sauerstoffversorgung der Muskulatur, eine Leistungssteigerung um bis zu 5 Prozent, eine beschleunigte Regeneration, verbesserte Stabilisierung von Sehnen und Gelenken und noch vieles mehr.

Das hört sich fast (zu) märchenhaft an, um wahr zu sein. Doch an diesen Verheißungen ist durchaus etwas dran, wie die Ergebnisse von zwei Studien der Universität Erlangen-Nürnberg (2002) und der TU Dresden (2005) belegen. Mehr dazu im weiteren Verlauf.

Erster Eindruck und Tragekomfort

Soviel zu den Fakten. Nun wollte ich die Socken selber mal testen. Los ging es naturgemäß mit dem Anziehen, was sich – nicht gerade überraschend – als zeitintensiv erwies. Nach knapp drei Minuten war ich in den engen Socken drin. Nun kann ich mir im Kleinen in etwa vorstellen, was ein Schwimmer empfinden muss, wenn er sich in einen der modernen Schwimm-Anzüge zwängt.

Was den Tragekomfort angeht, war ich jedoch positiv überrascht. Natürlich spürt man sofort einen leichten Druck auf der Wade, aber keineswegs unangenehmer Art. Ansonsten saßen die Socken fast perfekt: keine Falten, angenehm weiche Fußsohle. Soviel zum ersten Eindruck, aber entscheidender als der Tragekomfort ist, was der Socken kann.

Test: Zweimal die gleiche Strecke, zweimal die gleiche Vorgabe

Bei der bereits erwähnten Erlanger Studie haben 21 Testpersonen (allesamt Hobbyläufer unterschiedlichen Niveaus) im Abstand von etwas mehr als 48 Stunden zwei Stufentests auf dem Laufband absolviert; einen mit, einen ohne Kompressionssocken. Gradmesser waren, neben dem subjektiven Erschöpfungsgrad des Einzelnen, eine Laktatmessung und eine Spiroergometrie. Das Ergebnis: Im Schnitt konnten die Probanden mit den cep-Kompressionssocken u.a. den Stufentest fünf Minuten länger durchhalten und ihre maximale Sauerstoffaufnahmekapazität (VO2max) um 3 Prozent steigern.

Ich selbst hatte diese Bedingungen nicht zur Verfügung, wollte meinen Produkttest aber so ähnlich wie möglich gestalten. Also bin ich an zwei Tagen (freitags abends mit normalen Laufsocken und sonntags abends mit den Kompressionssocken) zweimal die gleiche Strecke (Länge: 13 Kilometer) mit der gleichen Intensität (7 mal 1 Kilometer im Bereich von 175-180 Schlägen pro Minute, dazwischen je 4 Minuten traben) gelaufen.

Resultat: 4 Minuten auf 15 Kilometern eingespart

Das Resultat: Beim sonntäglichen Lauf mit Kompressionssocken konnte ich meine Zeit vom Freitag um fast 4 Minuten unterbieten. Nun weiß man, dass die Psyche einen gewissen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit hat, und die Tagesform nach einem langen Arbeitstag wahrscheinlich schlechter ist als am Wochenende; aber ich war schon etwas überrascht. Schließlich sind vier Minuten bei vergleichbaren Bedingungen nicht wenig. Zudem lag meine durchschnittliche Herzfrequenz, inklusive Trabpausen, sonntags nur einen Schlag über der vom Freitag.

Meine Erkenntnisse

Abgesehen von der Endzeit, konnte ich allerdings nur geringfügige Unterschiede zu normalen Laufsocken ausmachen. Der Tragekomfort war, wie versprochen, hoch: Kein Rutschen, gute Belüftung während des Laufes, fast schweißtrockene Socken nach dem Lauf. Zur Blasenbildung kam es ebenfalls nicht. Doch damit habe ich sowieso nur selten Probleme.

Was allerdings die Regeneration angeht, konnte ich keine nennenswerten Unterschiede feststellen. Ich bin bei beiden Läufen während der Intervalle an meine Leistungsgrenze gegangen, konnte jedoch nach der Einheit mit den Kompressionssocken keine beschleunigte Regeneration ausmachen.

Fazit: Interessant für ambitionierte Läufer, teurer Spaß für Immer-mal-wieder-Läufer

Mein Fazit fällt insgesamt positiv aus: Wer häufig intensive und lange Läufe macht, kann schon von Kompressionssocken profitieren – und wenn nur der Glaube daran einen schneller macht. Unbestritten ist der hohe Tragekomfort. Dieser Socken fühlt sich einfach gut an, wenn man ihn trägt.

Allerdings haben die cep running O2 compression sportsocks mit 46,90 Euro ihren Preis. Wer dreimal, viermal oder vielleicht noch häufiger pro Woche läuft und Wettkampfambitionen hat, wird sicherlich bereit sein, so viel Geld für Funktionskleidung zu investieren. Für Gelegenheitsläufer würde sich diese Anschaffung wohl nur bedingt lohnen.

Aufpassen solltet Ihr beim Kauf: Die Socken sind dünner als „normale“ Laufsocken. Dementsprechend könnte Euer Laufschuh beim nächsten Tragen gefühlt größer geworden sein….

Generell wäre es wohl vermessen, von diesen Socken Wunderdinge zu verlangen. Sie mögen Ihren Effekt haben, doch letztlich macht ein guter oder schlechter Trainingszustand mehr aus als ein gutes oder schlechtes Paar Socken.

Dieser Artikel von mir ist am 27.7.2009 auf netzathleten.de veröffentlicht worden